Sie sind klein, bunt und plötzlich überall zu sehen: auf Toast, in Salaten, auf Restauranttellern oder sogar auf der Fensterbank zu Hause.

Die Rede ist von Microgreens.

Aber was genau sind Microgreens eigentlich? Sind sie einfach nur kleine Gemüsepflanzen? Und warum bauen immer mehr Menschen sie selbst an?

Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.


Vom Samen zur kleinen Pflanze

Microgreens sind junge Pflanzen, die geerntet werden, wenn sie noch klein sind – meistens nur wenige Zentimeter groß. Sie können aus den Samen vieler verschiedener Pflanzen gezogen werden, zum Beispiel aus Radieschen, Brokkoli, Senf, Erbsen, Sonnenblumen oder Rotkohl. Nachdem die Samen gekeimt sind, entwickeln die Pflanzen ihre ersten Blätter. Dann sind sie bereit für die Ernte.

Und das geht erstaunlich schnell. Einige Sorten können bereits nach etwa einer Woche geerntet werden. Du musst also nicht monatelang warten, bis du dein erstes Ergebnis siehst. Das macht Microgreens sowohl für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner als auch für Menschen interessant, die zum ersten Mal etwas anbauen.


Microgreens oder Sprossen?

Obwohl die beiden oft miteinander verwechselt werden, sind Microgreens und Sprossen nicht genau dasselbe.

Sprossen werden normalerweise kurz nach dem Keimen des Samens gegessen. Microgreens lässt man etwas länger wachsen, sodass sie einen kleinen Stängel und ihre ersten Blätter entwickeln. So kannst du je nach Sorte verschiedene Geschmäcker, Farben und Formen entdecken.


Warum sind Microgreens so beliebt?

  • Sie wachsen schnell

Eines der spannendsten Dinge an Microgreens ist, wie schnell man Ergebnisse sieht. Während manche Pflanzen Wochen oder sogar Monate brauchen, verändern sich viele Microgreens bereits innerhalb weniger Tage. Aus einem winzigen Samen wird ein kleines grünes Pflänzchen. Das ist doch faszinierend!

  • Sie brauchen nur wenig Platz

Kein großer Garten? Kein Problem. Microgreens brauchen nur wenig Platz. Eine Fensterbank, die Küchenarbeitsplatte oder eine kleine Ecke in deiner Wohnung kann schon ausreichen, um loszulegen. Damit sind sie auch eine tolle Möglichkeit für Menschen, die in einer Wohnung leben oder einfach nicht viel Platz im Freien haben.

  • Sie machen Spaß beim Anbauen

Vielleicht ist das sogar der wichtigste Grund: Es macht einfach Spaß. Du säst kleine Samen aus, gibst ihnen Wasser und kannst jeden Tag beobachten, wie sich etwas verändert. So kannst du ganz direkt erleben, wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze entsteht.

Und das Beste daran? Am Ende kannst du deine eigene Ernte sogar essen.

Sow. Grow. Enjoy.

  • Sie lassen sich einfach in Mahlzeiten integrieren

Microgreens werden häufig als Topping oder für zusätzlichen Geschmack verwendet. Zum Beispiel kannst du Radieschen-Microgreens auf ein Sandwich geben, Erbsen-Microgreens in einen Salat mischen oder Sonnenblumen-Microgreens zu deinem Mittagessen hinzufügen. Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack. Deshalb macht es Spaß, verschiedene Sorten auszuprobieren und deine persönlichen Favoriten zu entdecken. Radieschen-Microgreens können zum Beispiel frisch und leicht scharf schmecken, während Erbsen-Microgreens eher mild und frisch sind.


Kleine Pflanzen, große Neugier

Eines der Schönen an Microgreens ist, dass sie zeigen, dass Pflanzen anzubauen nicht kompliziert sein muss. Du brauchst keinen großen Garten. Du musst auch nicht alles über Pflanzen wissen. Du kannst einfach mit ein paar Samen anfangen und beobachten, was passiert. Genau das macht Microgreens so zugänglich.

Sie sind klein genug, um sie zu Hause anzubauen, wachsen schnell genug, um den Prozess Tag für Tag zu verfolgen, und am Ende hast du etwas, das du selbst gezogen hast.


Lust, es selbst auszuprobieren?

Fang klein an. Wähle eine oder zwei Sorten, such dir einen passenden Platz und gib ihnen etwas Zeit zum Wachsen. Und vergiss nicht, zwischendurch ein paar Fotos zu machen. Denn wenn du einmal siehst, wie schnell aus einem winzigen Samen eine kleine Pflanze wird, möchtest du wahrscheinlich jeden Tag nachsehen.

Vom kleinen Samen bis zur kleinen Ernte – Pflanzen können überall wachsen.